Prof. Dr. Matthias Grünke

Mündliche Prüfungen

Allgemeine Hinweise

 

Eine mündliche Prüfung dauert insgesamt 45 Minuten. In der Hälfte dieser Zeit stelle ich v.a. Fragen zu jeweils einem der unten aufgeführten Themenschwerpunkten stelle. Die übrige Zeit liegt in der Verantwortung einer weiteren Prüferin bzw. eines weiteren Prüfers. In der Regel führe ich meine Prüfungen gemeinsam mit Herrn Dr. Wolfgang Sonntag durch. Wir gehören zum ehemaligen „Lehrstuhl für Didaktik der Lernbehinderten“ und jetzigen „Lehrstuhl für Evaluation und Konzeption schulischer Förderung im Schwerpunkt Lernen“. Dementsprechend gilt unser besonderes Interesse Aspekten des schulischen Unterrichts bei Kindern und Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen. Im Einklang mit dieser Schwerpunktsetzung stellen wir in unseren Prüfungen häufig auch allgemeine Fragen zu dieser Thematik, die man gegen Ende eines Studiums auch ohne spezielle Vorbereitung beantworten können sollte.

 

Themenschwerpunkte

 

Im Folgenden finden Sie die Themen samt entsprechender Literatur, zu denen ich in den jeweiligen Modulen Prüfungen durchführe. Wenn Sie also bei mir eine Prüfung in einem bestimmten Modul abgelegen müssen, so sind die Themen vorab festgelegt. Eine Ausnahme bildet das Modul SDK 2. Hier haben Sie die Möglichkeit, sich ein Thema aus vier Alternativen auszusuchen. Sie müssen mir Ihre Wahl nicht vorab mitteilen. Auch das Anfertigen eines so genannten „Thesenpapiers“ ist nicht nötig. Die Verwendung der aufgeführten Literatur ist verbindlich, Sie können bei Ihrer Vorbereitung aber natürlich jederzeit auch noch weitere Texte berücksichtigen. Der Großteil der Artikel ist über eine der Bibliotheken unserer Universität erhältlich. Viele Aufsätze finden Sie auch als Kopiervorlage in unserem SHK-Büro (Raum 330).

 

Unterrichts- und Förderkonzepte im FSL (SDK 2)

 

· Benkmann, R. (1999). Kooperatives Lernen von Kindern mit und ohne Lernschwierigkeiten in integrativen Schulklassen: Teil I: Begründung und Probleme. Die neue Sonderschule, 44, 94-100.

· Benkmann, R. (1999). Kooperatives Lernen von Kindern mit und ohne Lernschwierigkeiten in integrativen Schulklassen: Teil II: Bedingungen und sonderpädagogische Qualifikationen. Die neue Sonderschule, 44, 174-185.

· Grünke, M. (2006). Trainings: Ein Instrument der Intervention zur Verbesserung der Lernfähigkeit von Kindern?, Päd-Forum, 25, 107-110.

· Hartke, B. (2003). Offener Unterricht bei besonderem Förderbedarf. In A. Leonhardt & F.B. Wember (Hrsg.), Grundfragen der Sonderpädagogik (S. 770-790). Weinheim: Beltz.

· Neber, H. (2001). Entdeckendes Lernen. In D. Rost (Hrsg.), Handwörterbuch Pädagogische Psychologie (S. 115-121). Weinheim: Beltz.

· Vaupel, D. (2002). Wochenplanarbeit. In J. Wiechmann (Hrsg.), Zwölf Unterrichtsmethoden: Vielfalt für die Praxis (S. 72-82). Weinheim: Beltz.

· Watkins, C.L. & Slocum, T.A. (2004). The components of direct instruction. Journal of Direct Instruction, 3, 75-110.

· Wember, F.B. (2001). Adaptiver Unterricht. Sonderpädagogik, 31, 161-181.

· Wiechmann, J. (2002). Frontalunterricht. In J. Wiechmann (Hrsg.), Zwölf Unterrichtsmethoden: Vielfalt für die Praxis (S. 20-34). Weinheim: Beltz.

 

Förderung des Lesens bei lernbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern (SDK 2)

 

· Grünke, M. & Strathmann, A. (2007). Förderung des Lesens. In F. Linderkamp & M. Grünke (Hrsg.), Lern- und Verhaltensstörungen: Genese, Diagnostik, Intervention (198-209). Weinheim: Beltz.

· Jitendra, A.K., Edwards, L.L., Sacks, G. & Jacobson, L.A. (2004). What research says about vocabulary instruction for students with learning disabilities. Exceptional Children, 70, 299-322.

· Marx, H. (2003). Diagnostik von Leseleistungen. In G. Ricken, A. Fritz & C. Hofmann (Hrsg.), Diagnose: Sonderpädagogischer Förderbedarf (S. 328-344). Lengerich: Pabst.

· Souvignier, E. & Antoniou, F. (2007). Förderung des Leseverständnisses bei Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten: Eine Metaaanalyse. Vierteljahresschrift für Heilpdadägogik und ihre Nachbargebiete, 76, 46-62.

· Sperling, R.A. (2006). Assessing reading materials for students who are learning disabled. Intervention in School and Clinic, 41, 138-143.

· Vaughn, S. & Edmonds, M. (2006). Reading comprehension for older readers. Intervention in School and Clinic, 41, 131-137.

 

Förderung der Rechtschreibung bei lernbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern (SDK 2)

 

· Bederski, H. & Labas, M. (2007). Förderung der Rechtschreibung. In F. Linderkamp & M. Grünke, (Hrsg.), Lern- und Verhaltensstörungen: Genese, Diagnostik, Intervention (210-220). Weinheim: Beltz.

· Greisbach, M. (2004). Aufbau von Rechtschreibkenntnissen. In G.W. Lauth, M. Grünke & J.C. Brunstein (Hrsg.), Interventionen bei Lernstörungen: Förderung, Training und Therapie in der Praxis (S. 291-303). Göttingen: Hogrefe.

· Kullik, U. (2004). Computergestützte Rechtschreibtrainingsprogramme. In G.W. Lauth, M. Grünke & J.C. Brunstein (Hrsg.), Interventionen bei Lernstörungen: Förderung, Training und Therapie in der Praxis (S. 320-328). Göttingen: Hogrefe.

· Labas, M. & Bederski, H. (2004). Das Üben mit der Wortkartei. In G.W. Lauth, M. Grünke & J.C. Brunstein (Hrsg.), Interventionen bei Lernstörungen: Förderung, Training und Therapie in der Praxis (S. 307-319). Göttingen: Hogrefe.

· Simonsen, F. & Gunter, L. (2001). Best practices in spelling instruction: A research summary. Journal of Direct Instruction, 1, 97-105.

 

Förderung des Rechnens bei lernbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern (SDK 2)

 

· Aster, M.G. von, Kucian, K., Schweiter, M. & Martin, E. (2005). Rechenstörungen im Kindesalter. Monatsschrift Kinderheilkunde, 153, 614-622.

· Kretschmann, R. & Dobrindt, Y. (2003). Handlungssteuernde Prozesse und ihre Bedeutung für das Rechnenlernen. In A. Fritz, G. Ricken & S. Schmidt (Hrsg.), Rechenschwäche: Lernwege, Schwierigkeiten und Hilfen bei Dyskalkulie (S. 400-414). Weinheim: Beltz.

· Kroesbergen, E.H. & van Luit, J.E.H. (2003). Mathematics interventions for children with special educational needs: A meta-analysis. Remedial and Special Education, 24, 97-114.

· Ricken, G. (2003). Entwicklungsorientierte Diagnostik am Beispiel mathematischer Kompetenzen. In G. Ricken, A. Fritz & C. Hofmann (Hrsg.), Diagnose: Sonderpädagogischer Förderbedarf (S. 345-366). Lengerich: Pabst.

· Schulz, A. (2003). Zahlen begreifen lernen. In A. Fritz, G. Ricken & S. Schmidt (Hrsg.), Rechenschwäche: Lernwege, Schwierigkeiten und Hilfen bei Dyskalkulie (S. 360-378). Weinheim: Beltz.

· Stern, E., Hasemann, K. & Grünke, M. (2004). Aufbau elaborierter Rechenfertigkeiten. In G. Lauth, M. Grünke & J. Brunstein (Hrsg.), Interventionen bei Lernstörungen: Förderung, Training und Therapie in der Praxis (S. 249-257). Göttingen: Hogrefe.

 

Förderung von Lernstrategien bei lernbeeinträchtigten Schülerinnen und Schüler (SDK 2)

 

· Bråten, I. (1993). Cognitive Strategies: a multi-componential conception of strategy use and strategy instruction. Scandinavian Journal of Educational Research, 37, 217-242.

· Harris, K.R. & Graham, S. (2006). Strategy Instruction for Students with Learning Disabilities (Chapters 8, 9 & 10). New York: Guilford.

· Lienemann, T.O. & Reid, R. (2006). Self-regulated strategy development for students with learning disabilities. Teacher Education and Special Education, 29, 3-11.

· Scheffler, K. & Grünke, M. (2010). Denken. In B. Hartke, K. Koch & K. Diehl (Hrsg.), Förderung in der Schuleingangsstufe (S. 143-162). Stuttgart: Kohlhammer.

 

Professionalisierung von Lehrkräften für lernbeeinträchtigte Schülerinnen und Schüler (SDK 3)

 

· Brownell, M.T., Ross, D.D., Colón, E.P. & McCallum, C.L. (2005). Critical features of special education teacher preparation. The Journal of Special Education, 38, 242-252.

· Grünke, M. (2007). An den Methoden sollt ihr sie erkennen: Ein Plädoyer für eine bessere Befähigung von sonderpädagogischen Lehramtsstudierenden, Förderansätze auf Basis von Forschungsbefunden zu bewerten. In W. Mutzeck & K. Popp (Hrsg.), Professionalisierung von Sonderpädagogen, 2. Aufl. (S. 71-86). Weinheim: Beltz.

· Levins, T., Bornholt, L. & Lennon, B. (2005) Teachers’ experience, attitudes, feelings, and behavioural interventions towards children with special educational needs. Social Psychology of Education, 8, 329-343.

· Nougaret, A.A., Scruggs, T.E. & Mastropieri, M.A. (2005). Does teacher education produce better special education teachers? Exceptional Children, 71, 217-229.

· Wilbert, J. & Grünke, M. (2010). Ein Vergleich des Lehrerbildes von Schülern der Förderschule Lernen und der Regelschule. Heilpädagogische Forschung, 36, 2-14.

 

Diagnostik im FSL (MK 2)

 

· Büttner, G. & Langfeldt, H.-P. (2003). Diagnostik bei Beeinträchtigungen der kognitiven Entwicklung und des Lernens. In A. Leonhardt & F.B. Wember (Hrsg.), Grundfragen der Sonderpädagogik (S. 191-217). Weinheim: Beltz.

· Hosp, M.K. & Hosp, J.L. (2003). Curriculum-based measurement for reading, spelling, and math: How to do it and why. Preventing School Failure, 48, 10-17.

· Kretschmann, R. (2006). Diagnostik bei Lernbehinderungen. In U. Petermann & F. Petermann (Hrsg.), Diagnostik sonderpädagogischen Förderbedarfs (S. 139-162). Göttingen: Hogrefe.

· Langfeldt, H.-P. & Büttner, G. (2003). Leistungsbeurteilung und Zensurengebung bei besonderem pädagogischem Förderbedarf. In A. Leonhardt & F.B. Wember (Hrsg.), Grundfragen der Sonderpädagogik (S. 288-302). Weinheim: Beltz.

· Perleth, C. (2003). Grundlagen der sonderpädagogischen Diagnostik. In A. Leonhardt & F.B. Wember (Hrsg.), Grundfragen der Sonderpädagogik (S. 166-190). Weinheim: Beltz.

· Ricken, G. (2007). Aufgaben der sonderpädagogischen Diagnostik. In K. Salzberg-Ludwig & E. Grüning (Hrsg.), Pädagogik für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lern- und Lebenssituationen (S. 151-163). Stuttgart: Kohlhammer.

 

Vorbereitung auf die Arbeitswelt bei lernbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern (MK 3)

 

· Flegel, D. & Schroeder, J. (2005). Welche Rechenkompetenzen benötigt eine Wäscherin? Schulpädagogische Konsequenzen aus den realen Anforderungen in Jobs des unteren Qualifikationsbereichs. Sonderpädagogische Förderung, 50, 390-407.

· Grünke, M. (2006). An evaluation of a supported employment program for adolescents with serious learning difficulties in Germany. In G. Sideridis & D. Scanlon (Eds.), A Multidisciplinary Approach to Learning Disabilities: Integrating Education, Motivation, and Emotions (pp. 104-115). Weston, MA: LDW.

· Grünke, M., Ketzinger, W.J. & Hintz, A.M. (2009). Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke. In R. Stein & D. Orthmann Bless (Hrsg.), Basiswissen Sonderpädagogik, Band 4: Integration in Arbeit und Beruf bei Behinderungen und Benachteiligungen (S. 58-87). Hohengehren: Schneider.

· Grünke, M. & Leidig, T. (2007). Der Übergang Schule-Beruf bei Personen mit Förderbedarf. In J. Walter & F. Wember (Hrsg.), Handbuch der Pädagogik und Psychologie bei Behinderungen: Förderschwerpunkt Lernen (S. 842-854). Göttingen: Hogrefe.

· Schroeder, J. (2007). Übergang in Arbeit und Ausbildung. In S. Ellinger, K. Koch & J. Schroeder (Hrsg.), Risikokinder in der Ganztagsschule (S. 210-239). Stuttgart: Kohlhammer.

 

Bildschirmmedienkonsum und Lernleistung (SDK 4/MK 4)

 

· Ennemoser, M., Schiffer, K., Reinsch, C. & Schneider, W. (2003). Fernsehkonsum und die Entwicklung von Sprach- und Lesekompetenzen im frühen Grundschulalter. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 35, 12-26.

· Grünke, M. (2006). The need to help children with severe learning problems to become critical TV viewers. In G. Sideridis & D. Scanlon (Eds.), A Multidisciplinary Approach to Learning Disabilities: Integrating Education, Motivation, and Emotions (pp. 134-141). Weston, MA: LDW.

· Hancox, R.J., Milne, B.J. & Poulton, R (2005). Association of television viewing during childhood with poor educational achievement. Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 159, 614-618.

· Carlin J. Miller, C.J., Marks, D.J., Miller, S.R., Berwid, O.G., Kera, E.C., Santra, A. & Halperin, J.M. (2007). Brief report: Television viewing and risk for attention problems in preschool children. Journal of Pediatric Psychology, 32, 448-452.

· Schirmer, B. (2007). Lernbeeinträchtigungen im Kontext von Fernsehkonsum und Übergewicht. In K. Salzberg-Ludwig & E. Grüning (Hrsg.), Pädagogik für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lern- und Lebenssituationen (S. 93-104). Stuttgart: Kohlhammer.